Archiv der Kategorie: Ess-Kultur

Arabia Felix! – Glückliches Arabien? – Eine kleine Reise in den alten Orient

Die Stadt Shibam im Jemen.  La ville de Shibam en Yémen. © Hartmut Fiebig

Die Stadt Shibam im Jemen.
La ville de Shibam en Yémen. © Hartmut Fiebig

Arabien …, Orient …, kaum lese oder höre ich diese Begriffe, beginnen Bilder vor meinen Augen zu tanzen, Bilder von prunkvollen Palästen und prächtigen Gärten mit Palmen, Teichen und Wasserspielen, sehe ich farbenprächteig Stoffe mit floralen Ornamenten und Frauen in fießenden Gewändern und ein betörender Duft von Zimt, Koriander und Kardamom steigt mir in die Nase. Ja, Arabia Felix, die Römer wußten wohl schon, warum sie dem Land diesen Namen gaben. – Oder etwa doch nicht? Waren auch sie, wie ich selbst einem Idealbild erlegen, das vor allem durch die Erzählung vom sagenhaften Reichtum dieses Landes geformt wurde, so wie auch mein Bild des Orients das der „Erzählungen aus 1001 Nacht“ und den Mythen um die Königin von Saba wiederspiegelt und ich, das gebe ich zu, die schrecklichen Kriegsbilder, die täglich in den Medien zu sehen sind, am liebsten aus meinem Bewußtsein verdrängen würde. Das geht aber nicht und dabei wird mir einmal mehr bewußt, wie wenig wir das wahre Gesicht diees sagenhaften Landes, wo Weihrauch und Myrrhe herstammen, kennen und vor allem, wie wenig wir über seine lange Geschichte wissen. Das wenige aber zeigt uns nun das Antikenmuseum Basel in seiner erst vor wenigen Tagen eröffneten Sonderausstellung „Glückliches Arabien? – Mythos und Realität im Reich der Königin von Saba“ – Ganz klar, daß ich mir die ansehen muß, und zwar sofort!

Die Ausstellung …

ist nicht wirklich groß, aber sie gibt dafür mit wenigen, hochwertigen Exponaten, die aus den renomiertesten Museen Europas (British Museum / London, Louvre / Paris, Museo Nazionale d‘Arte Orientale / Rom, … – um nur einige zu nennen) nach Basel gekommen waren, einen fundierten Überblick über die Geschichte Altsüdarabiens von seiner Entstehung im 18. Jh. v. Chr. bis zu seinem Ende im 7. Jh. n. Chr., immer mit einem näheren Blick auf das Königreich von Saba. Weiterlesen

Knöpfle sind KEINE Spätzle!

P1010447Neulich saß ich nach einem erfüllten Arbeitstag wieder einmal in meiner Lieblings-Bar in Konstanz, um den Tag entspannt  ausklingen zu lassen und die Zeit bis mein Zug endlich fuhr sinnvoll zu verbringen. Zwei Hocker neben mir saß ein Typ, alleine und seinem Akzent nach wohl ein Nordlicht. Nun ja, zumindest klang nichts in seiner Sprache in irgendeiner Weise süddeutsch.

Nachdem er seinen Feldsalat aufgegessen hatte, bestellte er noch ein Glas Rotwein und studierte die Speisekarte, versuchte dabei mit dem Barkeeper ein Gespräch über die gerade einsetzende Jagdsaison anzufangen und bestellte schließlich den Wildschweinbraten und versicherte sich (er war sich wohl nicht sicher, was er da genau bestellt hatte,) beim Barkeeper: „Knöpfle sind doch Spatzle, oder?“ Und ohne zu zögern antwortete dieser „Ja.“

„NEIN!“ schrie es in mir auf, „Spätzle sind KEINE Knöpfle!“ und eigentlich wäre es nun an der Zeit gewesen,  Weiterlesen

Ein Stück Kaffee-Kultur im Weinbaugebiet

Früh am Morgen, gleich nach dem Aufstehen, eine frische Tasse Kaffee … Was für ein Genuß! –

Oder der Duft von frisch gemahlenem Kaffee … ! So riecht für mich seit frühester Kindheit der Freitag-Nachmittag! Denn immer freitags nach dem Mittagessen ging meine Mutter einkaufen. Vom Bäcker brachte sie Brot, einen frisch gebackenen, oft noch warmen Hefezopf und ein Pfund frisch gemahlenen Kaffee mit. Ach, wie das duftete! – und obwohl ich erst sehr spät begann, Kaffee zu trinken, gehört der Duft von frisch gemahlenem Kaffee seither zu meinen Lieblingsdüften. Weiterlesen