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Das Kelten Römer Museum in Manching

Das Kleten Römer Museum in Manching

Das Kelten Römer Museum in Manching

Das Kelten Römer Museum in Manching stand ja schon sehr lange auf meiner Museums-Wunschliste – und zwar ziemlich weit oben. Und dieses Jahr hat es endlich mal mit einem Besuch geklappt.
Manching, das rund 10 km südlich von Ingolstadt liegt, ist der Ort an dem vor rund 2000 Jahren eines, vielleicht sogar das, bedeutendste keltische Oppidum nördlich der Alpen lag. Ein keltisches Oppidum ist eine befestigte Siedlung aus der Zeit von etwa 450 v. Chr. bis zur Mitte des 1. Jh. v. Chr. Wir Archäologen nennen diese Periode nach einem Fundort am Neuenburger See in der Schweiz „La Tène“-Zeit. In der Spätphase dieser Zeit bilden sich neben den einfachen „offenen“ (also unbefestigten) Siedlungen auch Siedlungen heraus, die durch einen Wall und einen Graben befestigt waren. Wie es dazu kam und was die Gründe für die Befestigung der Siedlungen waren, konnte bisher nicht ganz eindeutig geklärt werden. Die Funde aus diesen Oppida zeigen jedoch, daß sie eine Sonderstellung einnahmen. Vermutlich handelt es sich um Orte mit zentralörtlicher Funktion, d. h., die Bewohner der „offenen“ Siedlungen kamen hierher, um bestimmte Dinge zu erledigen, z. B. um Rechtsangelegenheiten zu regeln oder aber Handel mit speziellen Waren (aus dem Fernhandel) zu treiben. Diese Anbindung an den Fernhandel z. B. mit dem oberitalischen Raum bezeugen Funde, wie Amphoren, die, gefüllt mit Wein oder Olivenöl, nach Manching kamen, oder die vielen Münzen, mit denen man eigentlich nur im römischen Reich bezahlen konnte. – Nun ja, soviel zum Thema „Keltische Oppida“ …, aber eigentlich wollte ich ja das Kelten Römer Museum in Manching vorstellen. Weiterlesen