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Postkarten-Blog-Projekt

23. Mai 2017 – Die letzte Postkarte ist eingetroffen

Mit etwas Verzögerung hat es Postkarte Nr. 3 nun auch geschafft.

29.4.2017 – Was für eine fantastischer Tag heute! Academia, David, Altrarno, Mercato Centrale und am Abend „la cucina italiana“ und die Stadt genießen: KUNST-KULTUR-GENUSS pur!

Zuerst hatte ich vor, die Academia zu besuchen, beschloß aber – beim Anblick der schon recht langen Warteschlange – diesen herrlichen Vormittag lieber bei einem Bummel durch die Stadt zu verbringen und mein Glück später noch einmal zu versuchen.

Ich ging erst in Richtung Ponte Vecchio aber dann über die Ponte S. Trinità hinüber nach Altrarno, wo es mir gestern so gut gefallen hatte. Ich brauchte ja noch Reisepräsente für meine Lieben zuhause … und wurde in einem kleinen Laden in der Via Romana auch fündig.

„Liebe Freunde! Tag 2 in Florenz – und ein großer Tag! Hatte ein date mit David (den ich leider auf Nachmittag verschieben mußte). Wie erwartet war er nicht besonders gesprächig aber wunderschön anzusehen. Das halbe Stündchen Warten hat sich gelohnt! Ansonsten war es heute ein wunderbar trubeliger Sanstag-in-der-Stadt-Tag: Bummeln, shoppen, zwischendurch einen Café oder eine Kirche … Ciao & Saluti Iris“

An der Piazza della Calza beim Porta Romana gönnte ich mir dann eine kurze Pause bei einem ‚café‘. Inzwischen war es Mittag geworden und ich wollte nun nochmal mein Glück bei der Academia versuchen.

Mein Plan war aufgegangen: Als ich an der Academia ankam, war die Menschen-Schlange erheblich kürzer geworden und nach nur 30 min Wartezeit hatte ich endlich meine „Audienz“ bei David 😉 – und war beeindruckt! Etwas anderes zu behaupten wäre glatt gelogen.

Den Rest des Tages genoß ich noch das bunte Treiben in der Stadt und kaufte einige letzte Reispräsente auf dem Mercato Centrale. Dann war es aber auch schon Zeit, in meine Unterkunft zurückzukehren, um mich etwas auszuruhen und dann für den Abend frisch zu machen.  – Einen Samstagabend in Florenz kann man sich ja schließlich nicht entgehen lassen … !

16. Mai 2017 – Überraschung! Heute kamen gleich zwei Postkarten an

Heute kamen, man sollte es kaum glauben, zwei Postkarten gleichzeitig an. Aber nicht, daß jemand jetzt denkt es wären Karte Nr. 2 und 3 (Nr. 1 und 4 aus Münschen sind ja schon da – hatten ja auch den kürzesten Weg). Das wäre allerdings zu einfach! Denn Karte 4 hat einfach Karte 3 überholt und kam heute zusammen mit Nr. 2. Wie sie das wohl hingekriegt hat?

28.4.2017 – Ja, Ihr erkennt es sicher schon am Postkartenmotiv, wohin es mich gleich nach meiner Ankunft in Florenz gezogen hat. In die Uffizien! Ich wollte die Gunst der frühen Stunde (morgens um 7:00) dazu nutzen, die Wartezeit vor den Heiligen Hallen Florenz‘ zu verkürzen, was auch geklappt hat. Ich reihte mich kurz nach 8 Uhr in die gut überschaubare Warteschlange ein und war schon 30 min später auf der Treppe, die nach oben in die Ausstellungsräume führte.

Nun ja, ich gestehe, ich hatte nur etwa 2 h für den Besuch eingeplant, hätte aber locker 5 h darin verbringen können, wenn mich nicht der Hunger überfallen hätte (Das Frühstück im Nachtzug war doch etwas dürftig) .

„Liebe Freunde, so, jetzt bin ich am iel angekommen und ihr habt sicher erraten, wo ich nun bin. Ja! Florenz! Gleich nach meiner Ankunft um 7:00 habe ich mich auf den Weg durch die aufwachende Stadt zu swn Uffizien gemacht und jetzt nach 3 1/2 std. großartiger Kunst habe ich einen Tller Pasta nötig! Buon appetito Iris – Sorry für die krakelige Schrift, aber der tisch wackelt furchtbar“

Also stillte ich dann nach 3 1/2 h himmlischen Kunstgenußes mein ganz irdisches Verlangen nach Kohlenhydraten und gönnte mir gleich in der Nähe des Palazzo Vecchio einen Teller Pasta. Danach brachte ich mein Gepäck, das ich immer noch mit mir herumschleppte, ins B&B und zog dann noch mal los auf Erkundungstour durch die Stadt.

Plötzlich fand ich mich vor dem Palazzo Pitti wieder. War hier nicht der Giardino Boboli? Ein wunderbarer Platz um sich in den Abend gleiten und ihn dann beim Abendessen und einem Glas Wein auf der Piazza Santo Spirito ausklingen zu lassen.  – Was für eine herrlicher erster Tag in Florenz!

 

30.4.2017 – Santa Croce, die Kirche in der sich das Grabmal Michelangelos und Gelileo Galileis befindet, habe ich heute an meinem letzten Tag in Florenz besucht.

Am Morgen war ich allerdings noch im Museo delle Capelle Medicee obwohl dieses eigentlich nicht auf meiner „to-do-liste“ stand –  die Warteschlange davor war einfach zu verlackend kurz. Danach wollte ich ins Archäologische Museum, hatte aber Pech, denn das Museum hat nur jeden ersten und dritten Sonntag im Monat geöffnet 😦 Also stattete ich der Kirche Santissima Annunziata und ihren Fresken aus dem 15./16. Jh. im davor liegenden Kreuzgang  einen Besuch ab.

„Liebe Freunde! Heute, ein Tag voller Überraschungen! Zuerst die erstaunlich kurze Warteschlange an der Capella Medici, dann das geschlossenen Archäologische Museum und zum Schluß die fabelhafte Santa Croce! Aber nun habe ich genug gesehen! Jetzt fröne ich noch der Café-Kultur und lasse mich durch die Stadt treiben – und dann heißt es auch Arividerci Firenze! Iris“

Dann schlendere ich weiter durch die Gassen jenseits der Piazza Santissima Annunziata, gönne mir zwischendurch einen ‚café‘ in einer kleinen Bar und gelange schließlich zu Santa Croce. Da war es gerade erst Mittag und die Kirche wird sonntags erst um 14 Uhr für Besucher geöffnet. Also setze ich mich auf den Treppenstufen davor in die Sonne und esse die Reste meines Frühstücks, die ich vorsorglich eingepackt hatte. Bevor ich mir allerdings vor dem noch menschenleeren Eingang die Beine in den Bauch stehe, gehe ich noch eine Runde um Santa Croce herum und entdecke dabei eine kleine Oase der Ruhe, mitten in der im Takt der Menschenmassen pulsierenden Stadt. Was für ein Genuß!

Dummerweie hat sich in dieser kurzen Zeit des Genusses eine nicht zu übersehende Wartschlange gebildet. Ich stelle mich brav an und es dauert fast eine Stunde, bis ich endlich den Eingang passiere.  … Nach der Besichtigung von Santa Croce fühle ich mich fast ein wenig erschlagen von der Monumantalität des Bauwerkes und der prachtvollen Aussatttung. Ich glaube, mein Verlangen nach großer Kunst und Architektur ist vorerst gestillt. Während der mir noch verbleibenden Stunden in Florenz gebe mich einfach dem bunten Treiben in den Straßen und Gassen rund um die Piazza della Signoria und den Palazzo Vecchio hin.

In der Via della Scala, unweit der Piazza di Santa Maria Novella, esse ich noch zu Abend bevor ich in den Nachtzug steige, der mich im Schlaf nach München bringen wird. Im Traum bleibe ich noch ein bischen in Florenz.

4. Mai 2017 – Post für Euch!

Heute kam, ich hatte es schon befürchtet, die letzte der Karten, die ich an Euch gesendet habe – aus München … :-/ (Diese Deutsche Post ist aber auch schnell !)

„1.5.17 – Liebe Freunde, einen letzten Gruß von meiner Reise nach Florenz sende ich Euch aus München. Hier habe ich die Umsteigezeit für einen Besuch der gerade laufenden Peter Lindbergh-Ausstellung genutzt. Leider war die Zeit zu kutz. Für einen Café danach war keine Zeit. Saluti Iris“

1.5.2017 – Hier habe ich mir auf dem Rückweg Zeit für die Ausstellung „“PETER LINDBERGH: FROM FASHION TO REALITY“, die vom 13.4.-27.8.2017 in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung in München läuft, eingeplant  – An dieser Stelle ein Dankeschön an Christoph und Daniela Engels von Kunst-Tour für den Tip! – Danach wollte ich mir noch einen kleinen Bummel mit Café-Pause durch die Innenstadt gönnen.

Dann war die Ausstellung aber so faszinierend, daß ich die gesamte Zeit dort verbracte und mich noch ganz schön sputen mußte, um meinen Zug nach Hause nicht zu verpassen, denn dummerweise hatte ich ’nen Sparpreis mit Zugbindung gebucht (#ich-ärgere-mich)!

 

2. Mai 2017 – Die erste Karte ist schon da!

meine erste Station: die bayerische Landeshauptstadt

27.4.2017 – Als ich gestern nach Hause kam, war meine erste Karte an Euch schon da! Kein Wunder, sie hatte auch noch einen kurzen Weg. Ich habe sie Euch aus München gesendet, wo ich am späten Nachmittag eintraf, da ich von dort am Abend mit dem Nachtzug witerfahren wollte.

Allerdings hatte ich echte Sorge, ob das denn auch klappen würde, nachdem die Strecke in Richtung Sanzburg wegen eines umgestürzten Baumes und einer abgerissenen Oberleitung noch bis in den Nachmittag hinein gesperrt war.

“ 27.4.17 – Liebe Blog-Leser! Einen ersten Gruß sende ich Euch aus der schpnen bayer. Landeshauptstadt. Leider empfing mich die Stadt mit Schneeregen und so beschloß ich, der Innenstadt auf der Rückreise einen Besuch abzustatten Nunja, es ist auch nur knapp mehr als eine Stunde Wartezeit bis es weitergeht nach … bella Italia!  Es grüßt Euch, Iris“

Zum Glück war sie abends dann aber wieder freigegeben und so konnte es – mit etwas Verspätung – kurz nach halb acht losgehen.

Anfangs war ich noch alleiene im Abteil, aber ab Sazburg waren wir dann zu dritt. Da war es dann schon nach 22 Uhr und wir legten uns gleich schlafen, denn die Nacht sollte kurz und unruhig werden. – Den Vino frizzante und die Salzbrezelchen, die die ÖBB zusammen zwei Wasserfläschchen und einem Obst-Snack (sowie Puschen, Seife, Handtuch und Ohr-Stöpsel) für mich auf dem Bett bereit gelegt hatte, genoß ich dann am nächsten Tag – allerdings nicht zum Frühstück !!!

 

24. Apris 2017 – Der Plan

Ich liebe handgeschriebene Post und hebe daher Postkarten und Briefe, die ich bekommen habe, selbstvertändlich auf!

Da ich mich über Postkarten (und sonstige handgeschriebene Post überhaupt) immer sehr freue, solche im Zeitalter von sms, email und facebook aber immer seltener in meinem Briefkasten finde, habe ich mich gefragt, wie ich dies schöne alte Tradition wieder aufleben und dabei meine Blog-Leser daran teilhaben lassen könnte. Schließlich kam mir die Idee, die neuen Medien mit der guten „alten“ handgeschriebenen  Post zu verbinden, indem ich die Postkarten von meinen Reisen und Ausflügen für Euch, liebe Blog-Leser, an mich selbst sende, um sie dann hier auf dem Blog  zu veröffentlichen – und zwar erst, nachdem ich sie zuhause aus meinem Briefkasten gefischt habe.

Das heißt, Ihr dürft Euch immer ein Weilchen auf die nächste Postkarte freuen. (Wie lange das „Weilchen“ dauert, hängt natürlich ganz vom Postboten ab.)  Dann, so hoffe ich, fühlt sich das ganz wie früher an, als man längst schon wieder zuahuse war, ehe die Postkarte endlich eintraf, und das führt dann vielleicht auch ein wenig zu einer Entschleunigung, die ich am Reisen so liebe. Denn, so sehr ich es im Alltag schätze, zu meinen Freunden und Kollegen einen kurzen und vor allem schnellen Draht zu haben, so sehr genieße ich es auch, auf Reisen, für eine gewisse Zeit, „unterzutauchen“ und nicht sofort auf Nachrichten und emails reagieren zu müssen. Wenn ich im Urlaub bin, dann bin ich hier und jetzt und nirgendwo anders, auch nicht in Gedanken. Was derweil zuhause los war, reicht mr, noch später zu erfahren.

Trotzdem interressiert mich natürlich auch, was andere auf ihren Reisen erlebt haben und teile gerne meine Erlebnisse und Erfahrungen mit meinen Freunden, auf meinem Blog oder auf facebook. Daher scheint mir die Verbindung von analogen und digitalen Medien in Form von Postkarte und Blog-Post geradezu die ideale Symbiose zu sein. Mal sehen ob’s funktioniert … ?! Ich bin gespannt!

Am kommenden Donnerstag geht’s dann auch schon los. Ich werde zu meiner ersten Postkarten-Blog-Reise aufbrechen! Wohin genau verrate ich nicht. Nur soviel: Es geht für fünf Tage in den Süden, nach Bella Italia (ich muß endlich mal wieder meine nur noch rudimentär vorhandenen Italienisch-Kenntnisse auffrischen), und natürlich stehen Museen, gutes Essen und gaaaanz viel Kultur auf meinem Programm. […] Ich gestehe, ich bin schon ein bißchen aufgeregt. Ganz alleine und mit dem Zug war ich noch nie in Italien unterwegs. Drückt mir die Daumen, daß alles gut geht und mein rudimentäres Italienisch ausreicht!

 

 

Arae flaviae – das römische Rottweil im Dominikanermuseum Rottweil

p1070236Heute möchte ich das Dominikanermuseum in Rottweil vorstellen. Es ist ein kleines aber wirklich feines Museum, das einige Schätze zu bieten hat. Unter einem Dach beherbergt es insgesamt drei Ausstellungen: Die „sammlung durch – sakrale kunst des mittelalters“ umfaßt etwa 180 Holzbildwerke und Altarblätter des 14. bis frühen 17. Jh., im „kunst raum rottweil – museum der gegenwart“ werden wechselnde Ausstellungen der Gegenwartskunst gezeigt und „römisches rottweil – arae flaviae“ führt den Besucher zu den Anfängen der ältesten urkundlich belegten Stadt Baden-Württembergs. Letztere habe ich mir mal  näher angesehen.

Rottweil, die urkundlich belegt älteste Stadt Baden-Württembergs, geht auf eine römische Gründung zurück. Erste Spuren stammen aus dem 1. Jh. n. Chr., als unter Kaiser Vespasian das Gebiet besetzt und durch insgesamt fünf Kastelle gesichert wurde, die bis 110 n. Chr. zum Teil nacheinander zum Teil aber auch zeitgleich bestanden.

Handel als wichtiger Faktor für die Böüte einer römischen Stadt

Ein erster Blick in die Ausstellung

m Umfeld dieser Kastelle entstand eine Zivilsiedlung, die sich zu einem lokalen Zentrum entwickelte. Das Stadtrecht als „municipium“ erhielt Area Flaviae, so die römische Bezeichnung Rottweils, wohl unter Kaiser Trajan (98-117 n. Chr.), vermutlich im Zusammenhang mit dem Abzug der römischen Truppen. Der Titel „municipium“ wurde vom Kaiser vergeben und bedeutete, daß die Einwohner (teilweise) das römische Bürgerrecht erhielten, auch wenn sie nicht als römische Bürger geboren worden waren. Manche Bevölkerungsgruppen, z. B. Frauen, konnten von dieser Regelung jedoch ausgeschlossen sein, wodurch sich das „municipium“ von der „colonia“ unterschied. Belegt ist dieser Satus durch eine Doppelurkunde in Form eines Wachstäfelchens aus dem Jahr 186 n. Chr., in welcher arae flaviae als „municipum“ bezeichnet wird.

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In der Urkunde auf dem Wachstäfelchen aus dem Jahr 186 n. Chr. wird arae flaviae als municipium genannt

In der Urkunde auf dem Wachstäfelchen aus dem Jahr 186 n. Chr. wird arae flaviae als municipium genannt

Dieses Wachstäfelchen, in dessen Holz sich der Urkundentext durch die Wachsauflage hindurch eingedrückte hatte, ist denn auch das zentrale Ausstellungsstück dieser Abteilung. Es ist gleich im ersten Raum zu sehen, der den Besucher in das Thema „Stadtleben im Römischen Reich“ einführt.

In der Ausstellung werden unter dem Titel „Ein Tag im römischen Rottweil“, beginnend mit dem morgendlichen Besuch auf dem Forum verschiedene Aspekte des öffentlichen und privaten Lebens bis hin zum abendlichen Festmahl vorgestellt. Im Obergeschoß sind diese mit „Forum“, „Stadtrecht“, „Geld“, „Architektur“ und „Handel“ überschrieben. Im Untergeschoß des in den Hang hinein gebauten Gebäudes fokussiert die Ausstellung dann zum einen die Kastelle und das Leben der Legionäre, zum anderen das eher zivile Leben der nicht unvermögenden Bürger Rottweils.

kostbare Gläser gehörten zur Tischkultur im römischen Reich

kostbare Gläser gehörten zur Tischkultur im römischen Reich

Hier erhält man Auskunft über die Zusammensetzung und Versorgung der Bevölkerung, deren Götter, Tempel und Bestattungsriten sowie über Vergnügen und Zeitvertreib im Theater, in den Thermen und bei Festgelagen, die fast schon zur Tagesordnung gehört haben dürften.Das scheinen jedenfalls die Funde hochwertiger Glas- und Keramikgefäße zu bezeugen. Solche Festgelage dienten allerdings nicht alleine dem Vergnügen, sondern auch der Repräsentation des Hausherrn und dem „networking“. Hierfür standen in den privaten Villen repräsentative, mit Mosaiken und Wandmalereien ausgestattete Räumlichkeiten zur Verfügung. Weiterlesen

„Archäologie Schweiz“ im neu eröffneten Erweiterungsbau des Landesmuseums Zürich

Am 1. August 2016, dem Schweizer Nationalfeiertag, wurde der 111 Mio CHF teure Erweiterungsbau des Landesmuseums Zürich und zugleich auch die neue Dauerausstellung „Archäologie Schweiz“ eröffnet. Da mußte ich natürlich dabei sein! – Und nun bin ich hin- und hergerissen zwischen Begeisterung und Enttäuschung: Begeisterung für ein gelungenes Bauwerk, das einen phantastischen Raum für großartige Ausstellungen bietet und Enttäuschung darüber, daß die Archäologie darin so wenig Platz zugestanden wurde. Aber nun der Reihe nach …

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Der Erweiterungsbau des Landesmuseums Zürich aus der Rückansicht

Der Erweiterungsbau

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Der imposante, über zwei Geschosse führende Treppenaufgang

In einem Großprojekt wurde zwischen 2006 und 2016 die Erweiterung des Landesmuseums Zürich geplant und umgesetzt. Entstanden ist dabei ein Betonbau gigantischen Ausmaßes, der sich elegant an die Rückseite des historischen Gebäudes aus dem Jahre 1898 schmiegt. Die Architekten Christ & Gantenbein schufen hier 41.800 m³ umbauten Raum mit 7.400 m² Geschoßfläche verteilt auf 4 Geschosse, die teils durch lange, breite, über mehrere Geschosse führende oder sich schmal windende Treppen miteinander verbunden sind. Das nahezu fensterlose Gebäude läßt einen Blick nach außen nur über wenige, an Bullaugen erinnernde Lichtöffnungen zu.

Der 2016 eröffnete Erweiterungsbau des Landesmuseums Zürich vom Innenhof aus geseheh

Der Erweiterungsbau des Landesmuseums Zürich vom Innenhof aus gesehen

Trotz seiner Größe wirkte der Bau im Inneren auf mich jedoch nicht erdrückend sondern eher majestätisch. Besonders hat mich hier die Treppe beeindruckt, die hell und breit über zwei Geschosse führt.

Die Ausstellungsräume wirken teilweise hell und weit, teilweise schmal und verwinkelt, dann wieder wie kleine Seitennischen. Allein schon durch diese Architektur ist ein Gang durch das Gebäude recht abwechslungsreich. Zeitweilig hatte ich sogar das Gefühl, mich in diesem Gebäude zu verlieren.

Archäologie der Schweiz – gut versteckt

Dieses Gefühl, endlos durch Räume zu gehen, ehe man dorthin gelangt, wohin man eigentlich möchte, ergriff mich, als ich meinen ersten Rundgang durch das Gebäude beendet hatte und nach einer kurzen Pause direkt in die neue Dauerausstellung „Archäologie Schweiz“ gehen wollte. Doch das war nicht so einfach, wie ich vermutet hatte, da sie nur über die Räume der Sonderausstellung „Europa in der Renaissance“ oder über den Altbau zugänglich ist. Das heißt, man geht entweder über die große Treppe ins 2. Geschoß, dort weiter bis zum Ende des Erweiterungsbaus, wo man über ein kleines Treppenhaus in die Ausstellung im 1. Geschoß gelangt. Alternativ kann man auch durch die „Geschichte der Schweiz“ und die „Möbel und Räume Schweiz“, also durch den gesamten Altbau gehen, um zu „Archäologie Schweiz“ zu gelangen. Ich frage mich, ob man sich im Landesmuseum für diese Ausstellung etwa schämt, daß man sie so gut versteckt … aber warum denn? Weiterlesen

Glei bei Blaubeira leit a Kletzle Blei … – Und daneben die ältesten Kunstwerke der Welt, ausgestellt im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren.

Den Blautopf, eine der größten Karstquellen Deutschlands, kennt fast jeder im „Ländle“. War und ist er bis heute ein beliebtes Ziel für Schulausflüge und Klassenfahrten. Das ausgedehnte Höhlensystem, das sich darunter verbirgt, wurde hingegen durch die spektakulären Tauchgänge des Höhlenforschers Jochen Hasenmayer ab den 1980er Jahren weit über die Landesgrenze hinaus bekannt. Seit 2005 erforscht inzwischen die ARGE Blautopf das noch lange nicht vollständig bekannte Höhlensystem unter der Schwäbischen Alb.

Archäologie, die andere Art der Höhlenforschung

Der Hohle Fels im Achtal - noch sind die Archäologen in der Winterpause und die Höhle gehört den Fledermäusen.

Der Hohle Fels im Achtal – noch sind die Archäologen in der Winterpause und die Höhle gehört den Fledermäusen.

Die wesentlich leichter, da trockenen Fußes zugänglichen Höhlen und Abris rund um das Städtchen Blaubeuren sind dagegen seit rund einhundert Jahren im Fokus der Archäologen, denn im Bereich der Höhleneingänge und unter den Felsdächern haben schon vor 50.000 Jahren die Jäger und Sammler des Paläolithikums Schutz gesucht und dabei ihre Spuren hinterlassen. Neben Waffen und Werkzeugen aus Stein, Knochen und Geweih hinterließen sie auch kleine Kunstobjekte, Schmuckstücke und Musikinstrumente. Es sind die bisher ältesten ihrer Art – weltweit!

Zu sehen sind sie im Urgeschichtlichen Museum in Blaubeuren, das  Weiterlesen

Das Museum für Archäologie des Kantons Thurgau/CH in Frauenfeld

Dieses Museum ist wirklich eine kleine Reise wert! Das Museum für Archäologie des Kantons Thurgau präsentiert klar und übersichtlich die schönsten Funde, die der Thurgau zu bieten hat, und bietet dem Besucher in seinen einladend gestalteten Räumen auf ganz unpretentiöse Weise fundierte Informationen rund um die bekanntesten Fundplätze des Kantons und die Methoden, mit welchen die Wissenschaftler zu ihren Erkenntnissen gelangen.

Römische Gefäße aus Glas und Keramik, die im Museum für Archäologie in Frauenfeld/CH zu sehen sind

Römische Gefäße aus Glas und Keramik, die im Museum für Archäologie in Frauenfeld/CH zu sehen sind

Lange schon trug ich mich mit dem Gedanken, das Museum für Archäologie in Frauenfeld zu besuchen. Immer wieder wurde ich durch interessante Sonderausstellungen auf dieses Museum aufmerksam. Da Frauenfeld für mich nun aber nicht gerade um die Ecke liegt und viele dieser Sonderausstellungen in langjähriger Kooperation mit dem Archäologischen Landesmuseum auch in Konstanz gezeigt wurden, hat es doch eine ganze Weile länger gedauert bis ich diesem Museum tatsächlich einen Besuch abstatten sollte.

Erwartet hatte ich ein kleines, vielleicht nicht ganz so üppig ausgestattetes Museum (immerhin hat der Kanton Thurgau gerade einmal eine Fläche von knapp 1.000 km² – Baden-Württemberg hat im Vergleich dazu fast 36.000 km² Fläche), das vornehmlich durch kleine aber feine Sonderausstellungen Aufmerksamkeit hervorruft. Die Dauerausstellung ließ wohl keine großen Sensationen erwarten – so meine, wie sich schnell herausstellen sollte, ziemlich falsche Einschätzung! Tatsächlich werden im Museum für Archäologie des Kantons Thurgau nur wenige Fundplätze präsentiert – sozusagen die Highlights der Thurgauer Kantonsarchäologie – diese jedoch in einer vorbildlichen Art und Weise.

Blick in den Jungsteinzeit-Raum in der 1. Etage: Die hellen Räume wirken freundlich und einladend

Blick in den Jungsteinzeit-Raum in der 1. Etage: Der helle Raum wirkt freundlich und einladend

Weniger ist mehr: Fokusierung auf besondere Fundplätze

Anstatt die Ausstellungsräume mit überfrachteten Vitrinen vollzustellen setzt das Museum auf Übersicht und Klarheit. Die in der Mitte der hell und einladend gehaltenen Räume platzierten Vitrinen sind auf mehreren Ebenen sehr übersichtlich mit genau den Exponaten bestückt, welche die Besonderheit dieser Epoche explizit verdeutlichen.

Es werden alle Epochen, von der Steinzeit bis zum frühen Mittelalter gezeigt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den Funden aus den zahlreichen und sehr gut erforschten Pfahlbausiedlungen entlang des Bodensees und des Rheins (UNESCO-Welterbe der Kultur) einerseits und auf den zahlreichen römischen Funden aus den Lagern und Siedlungen entlang des Hochrheins.

Der Goldbecher von Eschenz

Der Goldbecher von Eschenz wird in die Zeit zwischen 2.400 und 1.600 v. Chr. datiert

Eine herausragende Rolle kommt dabei Eschenz zu. Dieser Fundplatz erbrachte, neben Resten von Pfahlbauten und einem römischen Kastell mit Brückenkopf über den Rhein, spektakuläre Funde wie den berühmten bronzezeitlichen Goldbecher oder die einzigartige gallo-römische Holzstatue, die mittels Coputertomografie in augusteische Zeit datiert werden konnte.

 

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Streßfrei ins Museum – Teil 2: In 5 Schritten vom Eingang bis in die Ausstellung

Ein Museum zu besuchen scheint ja keine große Sache zu sein … Ist es auch nicht! Es ist sogar ganz einfach: Man betritt das Museum, löst sein Ticket an der Kasse, gibt Jacke und Tasche an der Garderobe ab und genießt die Ausstellung. – Warum nur sehe ich dann immer wieder Besucher völlig ratlos im Foyer des Museums stehen oder hektisch im selbigen hin und her laufen ohne zu wissen, was sie denn nun zuerst wo tun sollen? Genau das beobachte ich immer wieder, vor allem in sehr großen Museen oder bei großen Sonderausstellungen mit hohem Besucherandrang. Und ich gebe zu, es gab auch schon Situationen im Museum, in denen ich mir ziemlich verloren vorkam. Vor allem in Museen, deren Architektur schon im Eingangsbereich so beeindruckend auf mich wirkte, daß ich „den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sah“ und ich mich hilfesuchend nach jemandem umgesehen habe, der/die mich freundlich „an die Hand nimmt“ und mir zeigt, wo‘s lang geht.

Leider stehen jedoch nicht immer nette Damen und Herren in dunklen Kostümen bzw. Anzügen bereit, die nur darauf warten, angesprochen zu werden. Da ist es gut, wenn man einen Plan hat, mit dem man, ohne diese netten Damen und Herren übermäßig zu bemühen, dorthin gelangt, wo man eigentlich hin möchte, nämlich in die Ausstellung.

Meinen persönlichen Plan, den ich im Laufe zahlreicher Museumsbesuche entwickelt habe und der in kleinen wie in großen Museen bisher immer gut funktioniert hat, bringt mich in 5 Schritten souverän von der Eingangstür bis in die Ausstellung – ganz streßfrei:

Schritt 1: Informationsvorsprung aufbauen Weiterlesen

Alle Jahre wieder …

Weihnachtszeit - Zeit der Besinnung ? (Fote: Anna Waldmann)

Weihnachtszeit – Zeit der Besinnung ? (Foto: von meiner Tochter)

… stellt sich uns diese Frage: „Was schenke ich nur … zu Weihnachten?“ –  Gut, die Läden sind prall gefüllt mit Preziosen, die an den Mann bzw. an die Frau gebracht werden wollen und mit mehr oder weniger finanziellem Aufwand kann jeder ein Geschenk für seine Lieben finden.

Mir aber wird ob dieser „Materialschlacht“ von Jahr zu Jahr unwohler. Ja, diese Massen an Parfüm-Geschenk-Packungen, die die Gänge der Drogeriemärkte unbegehbar machen, widern mich fast schon an. Alles wird mit viel Glitzer und aufwendigen Verpackungen zu exklusiven Geschenken aufgepeppt – und die Menschen kaufen, kaufen und kaufen. Ich möchte aber nicht wissen, wieviel davon, angefangen bei der überdimensionierten Verpackung, bald schon achtlos in die Ecke gestellt oder gar weggeworfen wird.

Irgendetwas in mir wehrt sich entschieden gegen diesen Massenkonsum! Trotzdem möchte auch ich meiner Familie und meinen Freunden zu Weihnachten eine Freude machen. Deshalb verschenke ich am liebsten das, was mir am kostbarsten ist: Zeit!

Zeit zum Entspannen – Zeit zum Genießen – Zeit für Kunst und Kultur – Zeit zusammen Weiterlesen

Alraunes Privatmuseum – ein Muß für alle mit Neigung zum Voyeurismus

 



Heute möchte ich ein Museum vorstellen, für das die Bezeichnung „Museum“ eigentlich gar nicht zutrifft. Ein Museum ist ja ein Ort, in dem Dinge (meist aus vergangenen Zeiten) zu einem bestimmten Thema gesammelt und den Besuchern anschaulich präsentiert und erklärt werden. Das ist aber in Alraunes Privatmuseum ganz und gar nicht der Fall, denn werden dort weder Sachen ausgestellt damit sie nicht in Vergessenheit geraten noch wird irgendetwas (hochwissenschaftlich) erklärt.

P1010790Nein, mit dem Betreten des „Museums“ wird der Besucher nicht zum kunst- und kulturinteressierten Bildungswesen, sondern zum Voyeur, der ungehemmt Einblick in das Privatleben der Hotelgäste nehmen darf, denn Alraunes Privatmuseum ist ein kleines und sehr skurriles Hotel im geschichtsträchtigen Städtchen Haigerloch, das von Alraune und ihrem Mann persönlich geführt wird. Es befindet sich im historischen Gasthaus Schwanen direkt am Marktplatz und hat gerade mal 28 Zimmer. Es ist also ein Hotel mit sehr privater Atmosphäre, in dem sich Alraune höchstpersönlich und sehr liebevoll um ihre Gäste kümmert. Sie würden dort gerne eine Nacht verbringen? Tut mir leid, das Hotel ist über den ganzen Sommer komplett ausgebucht. Sie brauchen erst gar nicht anzufragen.

Im Hotel haben sich nämlich 7 Hochzeitspaare und ihre Gäste eingemietet und sie werden erst am 31. Oktober abreisen. Ab 1. November bis zum 26. März des nächsten Jahres ist das Hotel jedoch geschlossen. – Aber Sie können die Hochzeitsgesellschaften gerne besuchen und, ganz ungeniert, einen Blick in ihre Suiten werfen und dabei eine Menge über sie erfahren. Die Gäste sind wahrlich von illustrem Charme.

Sieben Hochzeiten …

Neben einer Schwarzwurst und einer Weißwurst, die sich im Kühlraum kennen und lieben gelernt hatten,  Weiterlesen

Lotte Reiniger, „Die Welt in Licht und Schatten. Scherenschnitt, Schattentheater, Silhouettenfilm“

Heute möchte ich an dieser Stelle eine der beiden Dauerausstellungen des Stadtmuseums Tübingen vorstellen. Es ist die Ausstellung zu Lotte Reiniger, „Die Welt in Licht und Schatten. Scherenschnitt, Schattentheater, Silhouettenfilm“

... ach, das gute Poesiealbum aus meinen Jugendtagen

… ach, das gute Poesiealbum aus meinen Jugendtagen

Ja, Scherenschnitte, wer kennt diese nicht aus seinen Kindertagen, als lebendiges Schattentheater, Bildchen im Poesiealbum oder sogar aus eigener Erfahrung? Ich jedenfalls schon. Was allerdings die Ergebnisse meiner Bemühungen im Kunstunterricht anbelangt, so sind diese Lichtjahre von den filigranen Kunst der Lotte Reiniger entfernt, wovon ich mich bei meinem Besuch der Ausstellung erneut überzeugen konnte.

Lotte Reiniger …

… wurde 1899 geboren und wuchs in einer bürgerlichen Familie in Berlin-Charlottenburg auf. Bereits als Kind fertigte sie, fasziniert von chinesischen Schattentheater, erste Scherenschnitte an und setzte sie vor ihrer Familie in Szene. Im Teenageralter kam zu ihrem Interesse an Theater und Ballett die Faszination für den Film hinzu und so erscheint es fast schon als logische Konsequenz, daß sie bei Max Reinhard am Deutschen Theater in Berlin Schauspielunterricht nahm und später neben den Märchen auch berühmte Opern wie Mozarts Zauberflöte oder Figaros Hochzeit Themen ihrer Licht-und-Schatten-Inszenierungen waren.

Dabei blieb sie trotz ihrer Hingabe für Theater, Tanz und Film dem Scherenschnitt treu (es heißt, sie habe nach jedem Besuch im Theater ihre Eindrücke in Scherenschnitten festgehalten) und verband ihn über die Fotografie mit dem Film. Auf ihrem selbst gebauten Belichtungstisch produzierte sie 1919 so ihren ersten Film. Dazu foto­grafierte sie Weiterlesen

Das Kelten Römer Museum in Manching

Das Kleten Römer Museum in Manching

Das Kelten Römer Museum in Manching

Das Kelten Römer Museum in Manching stand ja schon sehr lange auf meiner Museums-Wunschliste – und zwar ziemlich weit oben. Und dieses Jahr hat es endlich mal mit einem Besuch geklappt.
Manching, das rund 10 km südlich von Ingolstadt liegt, ist der Ort an dem vor rund 2000 Jahren eines, vielleicht sogar das, bedeutendste keltische Oppidum nördlich der Alpen lag. Ein keltisches Oppidum ist eine befestigte Siedlung aus der Zeit von etwa 450 v. Chr. bis zur Mitte des 1. Jh. v. Chr. Wir Archäologen nennen diese Periode nach einem Fundort am Neuenburger See in der Schweiz „La Tène“-Zeit. In der Spätphase dieser Zeit bilden sich neben den einfachen „offenen“ (also unbefestigten) Siedlungen auch Siedlungen heraus, die durch einen Wall und einen Graben befestigt waren. Wie es dazu kam und was die Gründe für die Befestigung der Siedlungen waren, konnte bisher nicht ganz eindeutig geklärt werden. Die Funde aus diesen Oppida zeigen jedoch, daß sie eine Sonderstellung einnahmen. Vermutlich handelt es sich um Orte mit zentralörtlicher Funktion, d. h., die Bewohner der „offenen“ Siedlungen kamen hierher, um bestimmte Dinge zu erledigen, z. B. um Rechtsangelegenheiten zu regeln oder aber Handel mit speziellen Waren (aus dem Fernhandel) zu treiben. Diese Anbindung an den Fernhandel z. B. mit dem oberitalischen Raum bezeugen Funde, wie Amphoren, die, gefüllt mit Wein oder Olivenöl, nach Manching kamen, oder die vielen Münzen, mit denen man eigentlich nur im römischen Reich bezahlen konnte. – Nun ja, soviel zum Thema „Keltische Oppida“ …, aber eigentlich wollte ich ja das Kelten Römer Museum in Manching vorstellen. Weiterlesen