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Postkarten-Blog-Projekt

23. Mai 2017 – Die letzte Postkarte ist eingetroffen

Mit etwas Verzögerung hat es Postkarte Nr. 3 nun auch geschafft.

29.4.2017 – Was für eine fantastischer Tag heute! Academia, David, Altrarno, Mercato Centrale und am Abend „la cucina italiana“ und die Stadt genießen: KUNST-KULTUR-GENUSS pur!

Zuerst hatte ich vor, die Academia zu besuchen, beschloß aber – beim Anblick der schon recht langen Warteschlange – diesen herrlichen Vormittag lieber bei einem Bummel durch die Stadt zu verbringen und mein Glück später noch einmal zu versuchen.

Ich ging erst in Richtung Ponte Vecchio aber dann über die Ponte S. Trinità hinüber nach Altrarno, wo es mir gestern so gut gefallen hatte. Ich brauchte ja noch Reisepräsente für meine Lieben zuhause … und wurde in einem kleinen Laden in der Via Romana auch fündig.

„Liebe Freunde! Tag 2 in Florenz – und ein großer Tag! Hatte ein date mit David (den ich leider auf Nachmittag verschieben mußte). Wie erwartet war er nicht besonders gesprächig aber wunderschön anzusehen. Das halbe Stündchen Warten hat sich gelohnt! Ansonsten war es heute ein wunderbar trubeliger Sanstag-in-der-Stadt-Tag: Bummeln, shoppen, zwischendurch einen Café oder eine Kirche … Ciao & Saluti Iris“

An der Piazza della Calza beim Porta Romana gönnte ich mir dann eine kurze Pause bei einem ‚café‘. Inzwischen war es Mittag geworden und ich wollte nun nochmal mein Glück bei der Academia versuchen.

Mein Plan war aufgegangen: Als ich an der Academia ankam, war die Menschen-Schlange erheblich kürzer geworden und nach nur 30 min Wartezeit hatte ich endlich meine „Audienz“ bei David 😉 – und war beeindruckt! Etwas anderes zu behaupten wäre glatt gelogen.

Den Rest des Tages genoß ich noch das bunte Treiben in der Stadt und kaufte einige letzte Reispräsente auf dem Mercato Centrale. Dann war es aber auch schon Zeit, in meine Unterkunft zurückzukehren, um mich etwas auszuruhen und dann für den Abend frisch zu machen.  – Einen Samstagabend in Florenz kann man sich ja schließlich nicht entgehen lassen … !

16. Mai 2017 – Überraschung! Heute kamen gleich zwei Postkarten an

Heute kamen, man sollte es kaum glauben, zwei Postkarten gleichzeitig an. Aber nicht, daß jemand jetzt denkt es wären Karte Nr. 2 und 3 (Nr. 1 und 4 aus Münschen sind ja schon da – hatten ja auch den kürzesten Weg). Das wäre allerdings zu einfach! Denn Karte 4 hat einfach Karte 3 überholt und kam heute zusammen mit Nr. 2. Wie sie das wohl hingekriegt hat?

28.4.2017 – Ja, Ihr erkennt es sicher schon am Postkartenmotiv, wohin es mich gleich nach meiner Ankunft in Florenz gezogen hat. In die Uffizien! Ich wollte die Gunst der frühen Stunde (morgens um 7:00) dazu nutzen, die Wartezeit vor den Heiligen Hallen Florenz‘ zu verkürzen, was auch geklappt hat. Ich reihte mich kurz nach 8 Uhr in die gut überschaubare Warteschlange ein und war schon 30 min später auf der Treppe, die nach oben in die Ausstellungsräume führte.

Nun ja, ich gestehe, ich hatte nur etwa 2 h für den Besuch eingeplant, hätte aber locker 5 h darin verbringen können, wenn mich nicht der Hunger überfallen hätte (Das Frühstück im Nachtzug war doch etwas dürftig) .

„Liebe Freunde, so, jetzt bin ich am iel angekommen und ihr habt sicher erraten, wo ich nun bin. Ja! Florenz! Gleich nach meiner Ankunft um 7:00 habe ich mich auf den Weg durch die aufwachende Stadt zu swn Uffizien gemacht und jetzt nach 3 1/2 std. großartiger Kunst habe ich einen Tller Pasta nötig! Buon appetito Iris – Sorry für die krakelige Schrift, aber der tisch wackelt furchtbar“

Also stillte ich dann nach 3 1/2 h himmlischen Kunstgenußes mein ganz irdisches Verlangen nach Kohlenhydraten und gönnte mir gleich in der Nähe des Palazzo Vecchio einen Teller Pasta. Danach brachte ich mein Gepäck, das ich immer noch mit mir herumschleppte, ins B&B und zog dann noch mal los auf Erkundungstour durch die Stadt.

Plötzlich fand ich mich vor dem Palazzo Pitti wieder. War hier nicht der Giardino Boboli? Ein wunderbarer Platz um sich in den Abend gleiten und ihn dann beim Abendessen und einem Glas Wein auf der Piazza Santo Spirito ausklingen zu lassen.  – Was für eine herrlicher erster Tag in Florenz!

 

30.4.2017 – Santa Croce, die Kirche in der sich das Grabmal Michelangelos und Gelileo Galileis befindet, habe ich heute an meinem letzten Tag in Florenz besucht.

Am Morgen war ich allerdings noch im Museo delle Capelle Medicee obwohl dieses eigentlich nicht auf meiner „to-do-liste“ stand –  die Warteschlange davor war einfach zu verlackend kurz. Danach wollte ich ins Archäologische Museum, hatte aber Pech, denn das Museum hat nur jeden ersten und dritten Sonntag im Monat geöffnet 😦 Also stattete ich der Kirche Santissima Annunziata und ihren Fresken aus dem 15./16. Jh. im davor liegenden Kreuzgang  einen Besuch ab.

„Liebe Freunde! Heute, ein Tag voller Überraschungen! Zuerst die erstaunlich kurze Warteschlange an der Capella Medici, dann das geschlossenen Archäologische Museum und zum Schluß die fabelhafte Santa Croce! Aber nun habe ich genug gesehen! Jetzt fröne ich noch der Café-Kultur und lasse mich durch die Stadt treiben – und dann heißt es auch Arividerci Firenze! Iris“

Dann schlendere ich weiter durch die Gassen jenseits der Piazza Santissima Annunziata, gönne mir zwischendurch einen ‚café‘ in einer kleinen Bar und gelange schließlich zu Santa Croce. Da war es gerade erst Mittag und die Kirche wird sonntags erst um 14 Uhr für Besucher geöffnet. Also setze ich mich auf den Treppenstufen davor in die Sonne und esse die Reste meines Frühstücks, die ich vorsorglich eingepackt hatte. Bevor ich mir allerdings vor dem noch menschenleeren Eingang die Beine in den Bauch stehe, gehe ich noch eine Runde um Santa Croce herum und entdecke dabei eine kleine Oase der Ruhe, mitten in der im Takt der Menschenmassen pulsierenden Stadt. Was für ein Genuß!

Dummerweie hat sich in dieser kurzen Zeit des Genusses eine nicht zu übersehende Wartschlange gebildet. Ich stelle mich brav an und es dauert fast eine Stunde, bis ich endlich den Eingang passiere.  … Nach der Besichtigung von Santa Croce fühle ich mich fast ein wenig erschlagen von der Monumantalität des Bauwerkes und der prachtvollen Aussatttung. Ich glaube, mein Verlangen nach großer Kunst und Architektur ist vorerst gestillt. Während der mir noch verbleibenden Stunden in Florenz gebe mich einfach dem bunten Treiben in den Straßen und Gassen rund um die Piazza della Signoria und den Palazzo Vecchio hin.

In der Via della Scala, unweit der Piazza di Santa Maria Novella, esse ich noch zu Abend bevor ich in den Nachtzug steige, der mich im Schlaf nach München bringen wird. Im Traum bleibe ich noch ein bischen in Florenz.

4. Mai 2017 – Post für Euch!

Heute kam, ich hatte es schon befürchtet, die letzte der Karten, die ich an Euch gesendet habe – aus München … :-/ (Diese Deutsche Post ist aber auch schnell !)

„1.5.17 – Liebe Freunde, einen letzten Gruß von meiner Reise nach Florenz sende ich Euch aus München. Hier habe ich die Umsteigezeit für einen Besuch der gerade laufenden Peter Lindbergh-Ausstellung genutzt. Leider war die Zeit zu kutz. Für einen Café danach war keine Zeit. Saluti Iris“

1.5.2017 – Hier habe ich mir auf dem Rückweg Zeit für die Ausstellung „“PETER LINDBERGH: FROM FASHION TO REALITY“, die vom 13.4.-27.8.2017 in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung in München läuft, eingeplant  – An dieser Stelle ein Dankeschön an Christoph und Daniela Engels von Kunst-Tour für den Tip! – Danach wollte ich mir noch einen kleinen Bummel mit Café-Pause durch die Innenstadt gönnen.

Dann war die Ausstellung aber so faszinierend, daß ich die gesamte Zeit dort verbracte und mich noch ganz schön sputen mußte, um meinen Zug nach Hause nicht zu verpassen, denn dummerweise hatte ich ’nen Sparpreis mit Zugbindung gebucht (#ich-ärgere-mich)!

 

2. Mai 2017 – Die erste Karte ist schon da!

meine erste Station: die bayerische Landeshauptstadt

27.4.2017 – Als ich gestern nach Hause kam, war meine erste Karte an Euch schon da! Kein Wunder, sie hatte auch noch einen kurzen Weg. Ich habe sie Euch aus München gesendet, wo ich am späten Nachmittag eintraf, da ich von dort am Abend mit dem Nachtzug witerfahren wollte.

Allerdings hatte ich echte Sorge, ob das denn auch klappen würde, nachdem die Strecke in Richtung Sanzburg wegen eines umgestürzten Baumes und einer abgerissenen Oberleitung noch bis in den Nachmittag hinein gesperrt war.

“ 27.4.17 – Liebe Blog-Leser! Einen ersten Gruß sende ich Euch aus der schpnen bayer. Landeshauptstadt. Leider empfing mich die Stadt mit Schneeregen und so beschloß ich, der Innenstadt auf der Rückreise einen Besuch abzustatten Nunja, es ist auch nur knapp mehr als eine Stunde Wartezeit bis es weitergeht nach … bella Italia!  Es grüßt Euch, Iris“

Zum Glück war sie abends dann aber wieder freigegeben und so konnte es – mit etwas Verspätung – kurz nach halb acht losgehen.

Anfangs war ich noch alleiene im Abteil, aber ab Sazburg waren wir dann zu dritt. Da war es dann schon nach 22 Uhr und wir legten uns gleich schlafen, denn die Nacht sollte kurz und unruhig werden. – Den Vino frizzante und die Salzbrezelchen, die die ÖBB zusammen zwei Wasserfläschchen und einem Obst-Snack (sowie Puschen, Seife, Handtuch und Ohr-Stöpsel) für mich auf dem Bett bereit gelegt hatte, genoß ich dann am nächsten Tag – allerdings nicht zum Frühstück !!!

 

24. Apris 2017 – Der Plan

Ich liebe handgeschriebene Post und hebe daher Postkarten und Briefe, die ich bekommen habe, selbstvertändlich auf!

Da ich mich über Postkarten (und sonstige handgeschriebene Post überhaupt) immer sehr freue, solche im Zeitalter von sms, email und facebook aber immer seltener in meinem Briefkasten finde, habe ich mich gefragt, wie ich dies schöne alte Tradition wieder aufleben und dabei meine Blog-Leser daran teilhaben lassen könnte. Schließlich kam mir die Idee, die neuen Medien mit der guten „alten“ handgeschriebenen  Post zu verbinden, indem ich die Postkarten von meinen Reisen und Ausflügen für Euch, liebe Blog-Leser, an mich selbst sende, um sie dann hier auf dem Blog  zu veröffentlichen – und zwar erst, nachdem ich sie zuhause aus meinem Briefkasten gefischt habe.

Das heißt, Ihr dürft Euch immer ein Weilchen auf die nächste Postkarte freuen. (Wie lange das „Weilchen“ dauert, hängt natürlich ganz vom Postboten ab.)  Dann, so hoffe ich, fühlt sich das ganz wie früher an, als man längst schon wieder zuahuse war, ehe die Postkarte endlich eintraf, und das führt dann vielleicht auch ein wenig zu einer Entschleunigung, die ich am Reisen so liebe. Denn, so sehr ich es im Alltag schätze, zu meinen Freunden und Kollegen einen kurzen und vor allem schnellen Draht zu haben, so sehr genieße ich es auch, auf Reisen, für eine gewisse Zeit, „unterzutauchen“ und nicht sofort auf Nachrichten und emails reagieren zu müssen. Wenn ich im Urlaub bin, dann bin ich hier und jetzt und nirgendwo anders, auch nicht in Gedanken. Was derweil zuhause los war, reicht mr, noch später zu erfahren.

Trotzdem interressiert mich natürlich auch, was andere auf ihren Reisen erlebt haben und teile gerne meine Erlebnisse und Erfahrungen mit meinen Freunden, auf meinem Blog oder auf facebook. Daher scheint mir die Verbindung von analogen und digitalen Medien in Form von Postkarte und Blog-Post geradezu die ideale Symbiose zu sein. Mal sehen ob’s funktioniert … ?! Ich bin gespannt!

Am kommenden Donnerstag geht’s dann auch schon los. Ich werde zu meiner ersten Postkarten-Blog-Reise aufbrechen! Wohin genau verrate ich nicht. Nur soviel: Es geht für fünf Tage in den Süden, nach Bella Italia (ich muß endlich mal wieder meine nur noch rudimentär vorhandenen Italienisch-Kenntnisse auffrischen), und natürlich stehen Museen, gutes Essen und gaaaanz viel Kultur auf meinem Programm. […] Ich gestehe, ich bin schon ein bißchen aufgeregt. Ganz alleine und mit dem Zug war ich noch nie in Italien unterwegs. Drückt mir die Daumen, daß alles gut geht und mein rudimentäres Italienisch ausreicht!