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Lieblingsplätze: Das Café Hanseatica in Tübingen


Daß ich Kaffee-Trinkerin bin, dürfte spätestens seit meinem Blog-Beitrag über das Kaffee-Seminar im Kaiserstuhl bekannt sein. Wo ich meinen Kaffee aber am liebsten trinke, verrate ich nicht jedem, denn einige meiner Lieblings-Cafés sind kleine Oasen der Ruhe, die ich ansteuere, wenn ich mal wieder viel zu viel in viel zu überfüllten Zügen und Stadten unterwegs war. Und damit diese auch Oasen bleiben, erlaube ich mir, sie für mich zu behalten und nur meinen allerbseten Freunden zu verraten.

Das

Das „Hanse“ in Tübingen

Da das Hanseatica in Tübingen jedoch nicht unter diese Kategorie fällt, sondern bereits seit über 50 Jahren DIE Anlaufstelle für alle Kaffee-Durstigen in Tübingen ist, kann ich es hier ruhig vorstellen. Weiterlesen

Lotte Reiniger, „Die Welt in Licht und Schatten. Scherenschnitt, Schattentheater, Silhouettenfilm“

Heute möchte ich an dieser Stelle eine der beiden Dauerausstellungen des Stadtmuseums Tübingen vorstellen. Es ist die Ausstellung zu Lotte Reiniger, „Die Welt in Licht und Schatten. Scherenschnitt, Schattentheater, Silhouettenfilm“

... ach, das gute Poesiealbum aus meinen Jugendtagen

… ach, das gute Poesiealbum aus meinen Jugendtagen

Ja, Scherenschnitte, wer kennt diese nicht aus seinen Kindertagen, als lebendiges Schattentheater, Bildchen im Poesiealbum oder sogar aus eigener Erfahrung? Ich jedenfalls schon. Was allerdings die Ergebnisse meiner Bemühungen im Kunstunterricht anbelangt, so sind diese Lichtjahre von den filigranen Kunst der Lotte Reiniger entfernt, wovon ich mich bei meinem Besuch der Ausstellung erneut überzeugen konnte.

Lotte Reiniger …

… wurde 1899 geboren und wuchs in einer bürgerlichen Familie in Berlin-Charlottenburg auf. Bereits als Kind fertigte sie, fasziniert von chinesischen Schattentheater, erste Scherenschnitte an und setzte sie vor ihrer Familie in Szene. Im Teenageralter kam zu ihrem Interesse an Theater und Ballett die Faszination für den Film hinzu und so erscheint es fast schon als logische Konsequenz, daß sie bei Max Reinhard am Deutschen Theater in Berlin Schauspielunterricht nahm und später neben den Märchen auch berühmte Opern wie Mozarts Zauberflöte oder Figaros Hochzeit Themen ihrer Licht-und-Schatten-Inszenierungen waren.

Dabei blieb sie trotz ihrer Hingabe für Theater, Tanz und Film dem Scherenschnitt treu (es heißt, sie habe nach jedem Besuch im Theater ihre Eindrücke in Scherenschnitten festgehalten) und verband ihn über die Fotografie mit dem Film. Auf ihrem selbst gebauten Belichtungstisch produzierte sie 1919 so ihren ersten Film. Dazu foto­grafierte sie Weiterlesen